Eugen Bolz Gedenktag: Widerstand - damals und heute, Dienstag, 23.01., um 19:30 Uhr


Im Gedenken an die Hinrichtung von Dr. Eugen Bolz am 23. Januar 1945 in Berlin lädt das

Eugen Bolz-Gymnasium zu einem Vortragsabend ein.

Thema: Widerstand – damals und heute

Referent: Prof. Dr. Claus Leggewie, Politikwissenschaftler, Ludwig Börne-Professur an

der Justus-Liebig-Universität Gießen

Zeit und Ort: Dienstag, 23. Januar 2018, 19.30 Uhr, Franz-Anton-Hoffmeister-Saal in der

Zehntscheuer, Rottenburg am Neckar

 

Am 30. Januar 1933 hat Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler

ernannt. Nach der legalen Machtübernahme haben Adolf Hitler und die Nationalsozialisten

in einer atemberaubenden Geschwindigkeit die Demokratie und den Rechtsstaat beseitigt.

Eugen Bolz wurde bereits im Juni 1933 in Stuttgart verhaftet und auf dem Hohenasperg

eingesperrt. Er hatte Hitler und die NSDAP zwar als rechtsradikal und republikfeindlich

bekämpft, aber die Gefahren unterschätzt. Die Gewalt und der Terror, den die NS-Herrschaft

entfaltete, weckten in ihm die Frage nach dem Widerstand. Bereits im Jahr 1934 schrieb er

in einem privaten Manuskript die nach dem Krieg berühmt gewordenen Sätze „Man muss

Gott mehr gehorchen als den Menschen“ und „Bei offensichtlichem und dauerndem

Mißbrauch der Staatsgewalt besteht ein Notwehrrecht des Volkes“. Seinen Widerstand hat

er mit dem Leben bezahlt.

Heute werden unsere Demokratie und ihre tragenden Werte durch den Rechtspopulismus

und Rechtsextremismus gefährdet. Deshalb ist ein frühzeitiger Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit,

Rassismus, Nationalismus und die Herabsetzung der parlamentarischen

Demokratie erforderlich. Das wichtigste Mittel des Widerstandes sind eine permanente

Aufklärung, Diskussionen und öffentliche Aktionen.

Musikalische Umrahmung: Schülerinnen und Schüler des Eugen-Bolz-Gymnasiums

Schülerinnen und Schüler des EBG zeigen Plakate als Ergebnis ihrer Auseinandersetzung

mit dem neuen Buch der LPB BW: Mut bewiesen. Widerstandsbiographien aus dem

Südwesten, hrsg. von Angela Borgstedt, Sibylle Thelen und Reinhold Weber

 

Eugen-Bolz-Gymnasium

in Zusammenarbeit mit

der Stadt Rottenburg am Neckar

dem Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

der Volkshochschule Rottenburg am Neckar


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